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66 × Ich


Wir stehen heute bei Blogbeitrag 66.

66 in Folge über meine Gedanken und meine Tage.


Das sind dann bei einer durchschnittlichen Lesedauer von drei Minuten schon 198 Minuten Gedanken zum Lesen.

Wer das braucht… vermutlich ich. 😀


Ich hatte nie ein Tagebuch, auch nie ein Poesiealbum – als Mann auch eher unwahrscheinlich.

Aber was sagt das über mich aus?


Geboren 1969.

Das klingt für manche heute so, als wäre ich damals mit der Postkutsche ins Krankenhaus gebracht worden.


Dabei war es eigentlich eine ziemlich goldene Zeit: Wir hatten bestenfalls Fernsehprogramme, die man mit einem Knopfdruck und viel Geduld einstellen konnte. Musik kam von der Kassette, und wenn man etwas nachschauen wollte, musste man entweder ins Lexikon oder zu jemandem gehen, der’s wusste.


Vielleicht bin ich deshalb nie auf die Idee gekommen, Gedanken täglich festzuhalten – die Welt hat sich damals einfach langsamer gedreht.

Langsamer wie ein Sonntagnachmittag, an dem man aus purer Langeweile das Telefonkabel entwirrt.


Und genau deswegen ist dieser Blog heute vielleicht mein Ersatz für das Tagebuch, das ich nie hatte. Nur eben ohne Schlösschen und goldene Schnörkelschrift, sondern offen, frei und unzensiert.


66 Mal habe ich hier schon meine Gedanken aufgeschrieben– manchmal kleine Beobachtungen, manchmal große Fragen, manchmal nur ein Kopfnicken ins Off.

Manchmal so unnötig wie eine Krawatte im Freibad, manchmal so überfällig wie ein Ölwechsel beim Rasenmäher.


Vielleicht ist das hier so etwas wie meine private Zeitmaschine.

Ich schreibe nicht nur für heute, sondern auch, um irgendwann selbst zurückzublättern und zu sagen:

„Ah, stimmt, so hast du damals gedacht.“

Und ich muss mir nicht von irgendwem ins Poesiealbum schreiben lassen „Bleib wie du bist“ – ich kann’s mir einfach selbst reinschreiben.


Und ja, vielleicht bin ich mit 66 Blogeinträgen in Folge ein bisschen wie ein Langstreckenläufer, der immer noch Lust hat, die nächste Runde zu drehen.

Nicht, weil er muss.

Sondern, weil er will.

Und wenn ich irgendwann aufhöre, dann vermutlich nur, weil mein Kopf so leer ist wie der Kühlschrank am Tag vor dem Wocheneinkauf.


Ich sag, wie’s ist:

Das hier ist nicht nur Schreiben.

Es ist ein Gespräch – manchmal mit euch, manchmal mit mir selbst.

Und beides tut mir gut.

Und vielleicht bin ich ja eines Tages so mutig und schreib sogar über......

 
 
 

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