90 scheiß Ideen. Und die eine gute.
- Christoph

- 15. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit
(Über Marketing, Musik & nicht Aufgeben.)

Freunde, Freunde, Freunde…
Nicht jeder Tag ist ein Feuerwerk der Ideen.
Manche sind eher wie ein altes Teelicht auf Halbmast.
Flackert halt so dahin.
Und dann hör ich diesen Song.
„Und irgendwo schafft’s einer, wieder aufzustehen.
Er hat die eine gute nach neunzig scheiß Ideen.“
Das hat mich heute erwischt.
Nicht nur, weil’s im Radio lief.
Sondern, weil ich mich ertappt gefühlt hab.
Neunzig schlechte Ideen.
DAS, Freunde, auch das ist Marketing!
Oder nennen wir es ehrlicher: das ganz normale Ringen um gute Gedanken, die sich nicht nach Schema F anfühlen.
Die ersten neunzig klingen oft nach „haben wir schon mal gemacht“, „das wird uns keiner glauben“ oder „das hat man sich so gewünscht“.
Aber dann – irgendwann, irgendwo – kommt diese eine gute.
Die, bei der alle plötzlich nicken und sagen: „Ja, genau das ist es.“
(Und wenn’s richtig gut läuft, behaupten im Nachhinein alle, sie hätten’s eh von Anfang an gesagt. Aber gut, anderes Thema.)
Und privat?
Na ja.
Auch da dreht sich’s manchmal gefühlt ewig im Kreis.
Gute Vorsätze, schlechte Entscheidungen, halbherzige Sportversuche.
Ideen, Pläne, Beziehungen, Projekte…
Irgendwo zwischen Hoffnung und „wird eh nix“.
Aber dann gibt’s diesen einen Moment, wo man merkt:
Daran glauben zahlt sich aus.
Nicht immer sofort. Aber irgendwann.
(Manchmal auch erst nach einem Song. Aber immerhin.)
Der Song sagt:
„Auch wenn’s manchmal gar nicht läuft – versprich mir, du hörst niemals damit auf.“
Das gilt für Marken, für Menschen, für Träume.
Aufhören kann jeder.
Weitermachen ist selten.
Und: wertvoll.
Und noch was.
Ich hab mir den Konzertmitschnitt angeschaut.
Gefühlt 100 Vierzehnjährige singen das Lied mit – aus voller Kehle, voller Überzeugung.
Ob die alle wirklich verstehen, was es bedeutet, nach neunzig schlechten Ideen nochmal aufzustehen?
Keine Ahnung.
Aber: Sie fühlen es.
Und das reicht.
Musik muss nicht verstanden werden wie eine Excel-Tabelle.
Manchmal reicht’s, wenn sie ins Herz trifft.
Oder, wie es der Song selbst sagt:
„Das geht an alle da draußen.“
Alle.
Das schließt übrigens auch uns Männer mit ein.
Nur Mut, Jungs.
Wir dürfen das auch fühlen.
Wir dürfen auch scheitern.
Wir dürfen auch wieder aufstehen.
Wir dürfen uns auch von einem Popsong erinnern lassen, dass Stärke nicht heißt, keine Gefühle zu haben.
Sondern sie zu haben.
Und sie auszuhalten.
Und trotzdem weiterzumachen.
Rudelführer sein geht auch mit Herz. (ich weiß das ;-))
Ich sag, wie’s ist:
Ob Marketing, ob Leben –
die eine gute Idee nach neunzig schlechten ist immer noch besser, als gar keine nach null.
Und wenn mal wieder alles im Kreis läuft?
Fenster runter. Musik an.
Weitermachen.
Ach ja, und für alle, die’s noch nicht wussten:
Der Song ist von Sophia.
Ein Hoch auf die Stimme. Und auf Lyrics, die sich nicht anbiedern müssen, um ins Herz zu treffen.
Liebe Grüße aus Wien, Frau Sophia.
Danke dafür.
Und für alle anderen:
Weiterträumen ausdrücklich erlaubt.



Bei dir lernt man nie aus…woher kennst du Sophia?