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HEEEE Bildungssystem, alles klar bei dir?

(Gedanken, über die man mal nachdenken könnte.)

Freunde, Freunde, Freunde...

Das Bildungssystem ist… sagen wir mal: gewöhnungsbedürftig.

Ich hab eine humanistische Ausbildung, Latein inklusive.

Das hat mir viel gebracht – nicht unbedingt fürde Job, nein, aber fürs Denken.

Dafür bin ich wirklich dankbar.


Aber manchmal denke ich mir:

HEEEE?


Weil ich neulich gefragt wurde, ob ich eine Job-Description für einen „Brand Coach“ schreiben kann.

Ich hab zuerst ehrlich gefragt: Was genau ist das?

Herausgekommen ist:

Eine große Sportartikelfirma sucht Leute, die im Handel die Kunden ansprechen sollen:

„Wollen Sie nicht mal diesen Schuh probieren?“

Oder auch:

„Darf’s ein Stück Käse zum Kosten sein?“

Also… ein klassischer Promotor-Job.

Nur halt mit fancy Titel.


Wenn das also jetzt ein „Brand Coach“ ist…

Was machen dann bitte „Customer Happiness Consultants“?

Oder „Solution Architects“?

Oder „Growth Hackers“?


Kein Wunder, dass man da irgendwann nicht mehr weiß, was man überhaupt werden soll.


Und da sind wir wieder beim Thema.

Bildung. Schule. Zukunft.


Wir erwarten von unseren Kindern, dass sie sich bitte schön aufs Leben vorbereiten. Ein Leben, in dem sie vielleicht einen Job machen, den es heute noch gar nicht gibt.

Weil KI, Automatisierung und all das eben nicht mehr Zukunftsmusik sind, sondern Gegenwart.


Und was bringen wir ihnen bei?

Rechtschreibung? Macht das Handy.

Mathe? Ergebnis liefert die App.

Hausübung? ChatGPT.


Der Weg dorthin?

Die Idee dahinter?

Die Persönlichkeit, die sich dabei entwickelt?

Egal.


Hauptsache, es gibt eine Zentralmatura, damit alle gleich sind.

Alle nach demselben Schema.

Alle schön vergleichbar.


Weil das Leben ja auch so funktioniert.

(An dieser Stelle bitte lachen.)


Aber mal ehrlich:

Wo bleibt der Unterricht für’s Leben selbst?

Für’s Scheitern, Zweifeln, Denken, Fragen, Weitermachen?

Für’s Anderssein, Mutigsein, Selbstsein?


Stattdessen drillen wir sie für ein System, das ihnen am Ende nicht mal erklären kann, was ein „Brand Coach“ eigentlich ist.


Ich sag’s, wie’s ist: HEEEE?

Vielleicht wäre es Zeit, weniger über Abschlüsse zu sprechen.

Und mehr über Menschen.

 
 
 

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