Freunde, und dann passiert Paris.
- Christoph

- 9. März
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. März

Freunde. Freunde, Freunde, ich sag’s euch.
Sitzi machen – Cranberry-Saft trinken – und dann schlafi machen.
Man könnte fast meinen, das sei das geheime Erfolgsrezept für Platz zwei bei der EPT Paris 2026. Ein Wellnessplan statt Pokerstrategie.
Natürlich ist das Unsinn. Aber Rituale helfen.
Wenn man sechs Tage lang jeden Tag zehn, manchmal zwölf Stunden am Pokertisch sitzt, dann kann ein Cranberry-Saft plötzlich fast so wichtig wirken wie eine gute Hand.
Aber was wirklich zählt, ist etwas anderes.
Das Surrounding.
Das Team.
Die Menschen, die mitdenken, mitfiebern, mitleben.
Und im Mittelpunkt dieser ganzen Geschichte: Felix – der Glückliche.
Wobei „glücklich“ hier ein Wort ist, das man im Poker gerne verwendet, aber selten ganz stimmt. Denn Glück allein setzt sich nicht sechs Tage hin.
Glück analysiert nicht Hände.
Glück arbeitet nicht jahrelang an seinem Spiel.
Felix ist weit gekommen, weil er gearbeitet hat.
Weil er denkt.
Weil er lernt.
Weil er ein Team hat.
Weil er ruhig bleibt, wenn andere nervös werden.
Weil er es liebt.
Punkt.
Und ja, ein bisschen Glück gehört auch dazu. Aber noch viel mehr gehört dazu:
Die richtigen Menschen um sich herum.
Zum Beispiel ein gewisser Manuel aus Tirol, den alle nur den Brauni nennen.
Der Pokercoach.
Nicht vor Ort – aber jeden Tag mehrfach am Telefon.
Analysieren.
Einordnen.
Ruhig bleiben.
Weiterdenken.
Kein Rampenlicht.
Aber Substanz.
Vor Ort ein eingespieltes Team.
Patrick und Schorschl – die Freunde des Gimble.
Zeljko – der nebenbei auch noch seinen eigenen Traum verwirklichte.
Und ja, ein wenig auch ich.
Irgendwie alle Teil dieser Reise.
Und vielleicht liegt genau darin etwas, das man an diesem Spiel oft übersieht.
Poker ist ein eigenartiges Ding. Man sitzt alleine am Tisch.
Man spielt alleine seine Karten. Man gewinnt alleine. Oder verliert alleine.
Und trotzdem passiert etwas anderes.
Der Sport – oder nennen wir es Geschicklichkeit, Strategie oder dieses merkwürdige Kartenspiel mit einem kleinen Glücksfaktor – schafft etwas, das weit über das Spiel hinausgeht.
Es schweißt Menschen zusammen. Es schafft Communities. Es bringt Freundschaften hervor.
Menschen, die sich sonst nie begegnet wären, sitzen plötzlich nächtelang nebeneinander, denken über Hände nach, diskutieren Entscheidungen, lachen über Bad Beats und freuen sich über gute Runs.
Die alten Stoiker hätten daran vermutlich ihre Freude gehabt.
Marcus Aurelius hat einmal geschrieben:
„Was nicht gut ist für den Bienenstock, kann auch nicht gut sein für die Biene.“
Ein schöner Gedanke.
Denn auch wenn am Tisch jeder für sich spielt, funktioniert die Reise dorthin selten alleine.
Und dann kam die finale Tafel, wie der Glückliche sie nennt.
Und plötzlich war niemand mehr „nicht vor Ort“.
Da war der Mann aus Tirol.
Der Hase – wie Felix ihn nennt.
Björn, den alle den Langen nennen.
Sein bester Freund.
Jan, den alle Hansi nennen.
Dirkoles – einer der Experten.
Flo – der einfach Flo ist.
Samuel – der eine neue Frisur hat, nämlich keine.
Und sicher viele mehr, die ich jetzt gedanklich vergessen habe und schon dort waren, wie ein gewisser Herr Sebastian H., den manche den Speichen-Seb nennen.
Sie kamen mit dem Auto.
Mit dem Flugzeug.
Mit dem Zug.
Und sie kamen nicht, weil sie mussten.
Sie kamen, weil Felix einer von ihnen ist.
Und dann gibt es noch die andere Seite dieser Geschichte.
Die, die nicht im Raum saßen.
David am Mikro und an den Turntables, damit der Stream läuft –
den viele als Maekflei kennen.
Der Tausendsassa Wolfi, der meist 2high4u ist und eigentlich Henrik heißt.
Ein Fabi, der einfach real ist.
Min oder Ming – auch ein Experte.
Corry – die immer einfach Corry ist und das perfekt so ist
Und natürlich seine Liebsten.
Und all die Menschen, die im Stream zugesehen haben.
Teilweise mehr als 3.000 gleichzeitig. Menschen, die mitgefiebert haben.
So das 2 Herren Namens Joe und James neidig werden könnten.
Die Nachrichten geschickt haben.
„Unglaublich.“
„Wir freuen uns so.“
„Was für eine Reise.“
1474 Spieler sind angetreten, um die Trophy im Main Event zu holen.
Einer wurde Zweiter.
Und dieser Zweite heißt Felix.
Felix – der Glückliche.
Glücklich, weil harte Arbeit manchmal belohnt wird.
Glücklich, weil er ein Team hat, das funktioniert.
Glücklich, weil er Freunde hat, die kommen –
mit dem Auto, mit dem Flugzeug, mit dem Zug.
Und glücklich, weil so viele Menschen diese Reise mitverfolgt haben.
717K und ein paar Zerquetschte. Das ist beeindruckend.
Aber ich sag wie’s ist:
Der größte Gewinn dieser Geschichte ist nicht die Zahl.
Der größte Gewinn ist, dass Felix nicht allein dort gesessen ist.
Auch wenn nur einer die Karten hält.
Passwort: mainparis_2026



Perfekt auf den Punkt gebracht. Wir waren leider zu weit weg, um es rechtzeitig dorthin zu schaffen, aber an den Geräten jede Minute dabei.
Ich hätte vor 3,5 Jahren nie gedacht, dass gerade Poker, dieser „Egosport“ so Familiär ist und das Leben mit so vielen zauberhaften Menschen bereichert.
Und dann kam Felix Stream und dann kamst Du und ein spontaner Ausflug und plötzlich ist man drin in der Community und es ist einfach wundervoll und wir wünschen Felix von Herzen eine steile weitere Reise. Denn eines ist sicher : das war erst der Anfang!