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Ein Abend, der mir gehört.



Es ist 20:45. Genau jetzt, in dieser Sekunde, hämmere ich auf die Tasten — nicht, weil ich muss, sondern weil ich will.

Heute gehört der Abend mir.


Nach einigen Tagen, die so gar nicht nach mir waren, hab ich’s beschlossen: Kein Programm, keine Verpflichtungen, kein „man sollte“. Nur ich, der Abend, und dieses angenehm beruhigende Gefühl, dass nichts erwartet wird — nicht von mir, nicht vom Leben.


Vielleicht lese ich später noch ein paar Seiten, vielleicht bleib ich auch einfach beim Blättern hängen, ohne wirklich zu lesen. Vielleicht ein Film, vielleicht eine Doku — oder einfach ein paar Gedanken, die schon seit Tagen zwischen Arbeit, Alltag und Herz ihre Kreise ziehen. Heute dürfen sie landen.


Ein Gin Tonic wäre jetzt gut — mach ich aber nicht. Kein Gin, kein Tonic da. Und schon gar kein Gin Tonic.......


Stattdessen gibt’s Grapefruitsaft, und das ist heute völlig genug. Ich sitze hier, schaue in die Nacht hinaus — irgendwo zwischen Restlicht und Stille — und merke, wie sich das Leben manchmal ganz unaufgeregt wieder einrenkt, wenn man ihm ein paar Minuten lässt.


Es sind diese kleinen Abende, an denen nichts Besonderes passiert und genau deshalb alles stimmt.


Ich hab keine Pläne, keinen Druck, keine Angst, was zu verpassen. Nur dieses stille Wissen, dass der Tag seinen Platz gefunden hat — und ich auch.


Ich sag, wie’s ist:

Heute muss nichts passieren, damit was passiert.

 
 
 

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