Eine Woche, die ich nie wollte
- Christoph

- 30. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Gut, die letzten Tage war ich außer Gefecht. Im Bett. Flach wie ein Brett. Zwischen „Schlucken wie ein Kaktus“ und „Atmen wie Darth Vader auf Halbgas“. Aber keine Sorge – ich habe überlebt. Und dabei eine ganze Woche Forschung betrieben: Was macht man eigentlich, wenn man krank im Bett liegt?
Die Antwort: jede Menge Unsinnigkeiten.
Ich habe sämtliche Hausmittel meiner Oma getestet – vom altbewährten Salbeitee bis hin zum „stell dir die Erkältung einfach weg“-Trick. Oma wäre wahrscheinlich stolz gewesen. Vor allem, weil ich die „Therapie“ mit einem Schal um den Hals und einer Wärmflasche im Schlepptau sogar im Bett durchgezogen habe. Einziger Hoppala: die Wärmflasche ist einmal ausgelaufen oder explodiert, wie man will. Ergebnis: Ich war plötzlich gesund, zumindest am rechten Bein.
Dann noch das: Beim Gurgeln habe ich mich vertan und aus Versehen ein Glas Mineralwasser erwischt. Mit Kohlensäure. Kurzes Gefühl wie bei einer Feuerlöschübung im Hals – aber hey, die Viren waren sicher auch überrascht. Geheimtipp: Salzwasser!
Meine Stimme klang an manchen Tagen wie Bruce Springsteen nach einem 6-Stunden-Konzert. Ich war kurz davor, „Born in the USA“ zu grölen – hab’s dann aber doch gelassen. Vielleicht hätte man sonst gedacht, ich probiere einen neuen Karriereweg.
Nebenbei habe ich meinen eigenen Wettbewerb gestartet: Wie viele Taschentücher passen in einen Papierkorb, bevor er umfällt? Spoiler: mehr, als man denkt.
Und während draußen die Welt vermutlich über Politik, Inflation oder neue Ernährungstrends diskutiert hat, habe ich mich erfolgreich aus jeder Panikmache rausgezogen. Mein Fokus lag klar auf den Basics: Tee, Honig, Inhalieren und Medikamente zu gut wie möglich auslassen. Und dem großen Geheimrezept, das alle vergessen: positiv bleiben. Klingt kitschig, ist aber das beste Antibiotikum für die Seele.
Natürlich habe ich auch versucht, mich abzulenken. Netflix? Naja. Nach dem 78. Film wusste ich nicht mehr, ob ich gerade einen romantischen Liebesplot sehe oder ein Kochduell mit Weltuntergang. Also habe ich beschlossen: besser Fantasie einschalten. Und siehe da – die Decke über meinem Kopf wurde zum Graffiti, zum Comic, zum ganzen Kino-Programm. Wenn du lange genug krank bist, brauchst du keinen Streamingdienst mehr, deine Gedanken liefern Blockbuster.
Ich sag, wie’s ist:
Eine Woche krank sein ist kein Spaß – aber wenn man’s mit Humor nimmt, kommt man fast fitter raus, als man reingegangen ist. Denk ich. Morgen bin ich pumperlgsund. Sag ich jetzt. Mit einem Lächeln. Oder spätestens übermorgen – ich bin ja Realist. 😉



Schade hätte dich gerne mal Singen gehört. Freut mich aber sehr das es dir wieder besser geht 👍😃 Lieblingsschwager