Mein persönlicher Endgegner
- Christoph

- 23. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Es gäbe heute so viel zu erzählen.
Dinge, die mir unfreiwillig zu Ohren gekommen sind.
Dinge, die mir den Atem geraubt haben – über Verhalten und Taten von Menschen, die mich veranlasst haben über den Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid nachzudenken.
Vielleicht ein anderes Mal. Wenn´s mich dann noch interessiert.
Aber ich bin krank und da fallen mir wohl überlegte Worte schwer...
Und ich bin ein Mann – was bedeutet, ich nehme diese Krankheit natürlich besonders heldenhaft… oder, na ja, sagen wir dramatisch.😀😂
Denn Christoph hat Fieber.
Gut, Fieber, das ist für mich wie für Alf. Null Problemo.
Mit Fieber kann ich arbeiten, E-Mails schreiben,
und vielleicht sogar noch nebenbei herausfinden, warum schon wieder eine Brille verschwunden ist.
Aber was mich komplett aus der Bahn wirft, was mich zu einer Mischung aus Shakespeare-Darsteller und sterbendem Schwan werden lässt, sind Halsschmerzen. (wer mich kennt weiß das)
Die Sorte, bei der jeder Schluck so schmerzhaft ist,
als hätte jemand versucht, mir ein kleines Kaktusbeet in die Speiseröhre zu pflanzen.
Diese Art, die dich daran zweifeln lässt, ob du jemals wieder ohne Grimasse trinken wirst.
Halsschmerzen sind für mich wie die End-Gegner in Videospielen:
Jeder Schluck Wasser ist ein neues Level, und bei jedem Versuch steht dein virtuelles Leben auf dem Spiel. Wenn man beim Schlafen aufwacht wird´s auf Wienerisch: mehr als zach...
Andere jammern bei Migräne, bei Zahnschmerzen oder wenn sie sich den kleinen Zeh an der Bettkante stoßen.
Ich?
Ich sitze da, starre meinen Tee an wie einen gefährlichen Gegner und sage mir innerlich:
„Vielleicht morgen… heute noch nicht.“
Christoph fiebert vor sich hin – tapfer, still, ohne Drama.
Aber was ich wirklich tue? Ich fieber… meinen nächsten Schluck Wasser herbei.
Während ich versuche, nicht zu jammern (Spoiler: ich jammere natürlich sehr😂),
denke ich mir: Fieber kann man besiegen.
Aber gegen Halsschmerzen kämpfst du auf einer anderen Ebene.
Ich sag, wie’s ist:
Heute bin ich nicht der große Geschichtenerzähler.
Heute bin ich nur der Typ, der hofft, dass der Drache in meinem Hals endlich auszieht. 🤞



Hallo Christoph! Gute Besserung mein Lieber!