Vielleicht entscheide ich morgen… oder das Karma
- Christoph

- 7. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Gestern habe ich keinen Blogtext online gestellt. Der Server war down – kann ja mal passieren. Trotzdem hatte ich währenddessen schon allerlei Gedanken im Kopf, über Themen, über die ich schreiben könnte, und irgendwie war ich mir nicht ganz schlüssig.
Da kam mir der Gedanke: Ich schreibe ja für mich selbst. Ich muss nicht jeden Tag schreiben. Und trotzdem – 125 Tage durchgehend, das soll nicht einfach so unterbrochen werden. Ein Tag Pause fühlt sich seltsam an, fast schon wie ein kleiner Riss im Rhythmus.
Natürlich fällt mir in solchen Momenten Instagram ein. Ich kündige den Blog dort täglich an – aber es gibt ja noch viel mehr Geschichten, kleine Stories, Gedanken, Fotos, die gar nichts mit dem Blog zu tun haben. Und dann passieren diese kleinen Dinge: Likes, Reaktionen, das stille Zeichen, dass jemand dabei ist, dass jemand hinschaut.
Ist dir schon mal aufgefallen, dass manche dieser kleinen Signale plötzlich ausbleiben? Ganz wie ein Stammgast, der sonst immer auftaucht und auf einmal nicht mehr kommt. Egal, ob es die Blog-Ankündigung ist oder irgendeine andere wiederkehrende Erinnerungs-Story – plötzlich stockt der Rhythmus, die kleine Rückmeldung bleibt aus.
Professionell gesehen weiß ich natürlich, wie die Conversion funktioniert, wie viele Hürden es gibt, dass jemand von Instagram weiterklickt. Das ist mir klar. Aber hier geht es nicht um Zahlen oder Reichweiten. Es geht um diese kleinen, menschlichen Momente, das Gefühl, dass jemand wirklich kurz hinschaut, dass die Gedanken geteilt werden – selbst wenn es nur eine Handvoll Menschen sind.
Manchmal frage ich mich, ob ich den Blog vielleicht hinter ein Passwort setzen sollte. Einfach mal schauen, wer danach fragt – wer wirklich Lust hat, in diese kleine Welt meiner Gedanken einzutreten. Für den Rest bleibt es ein kurzer Swipe auf Instagram in einer sonst so flüchtigen Zeit – zwischen TikTok, News und allem, was uns sonst noch ein paar Minuten raubt.
Humorvoll gedacht, und vermutlich völlig unnötig.
Am Ende bleibt die Ausgangssituation: Ich schreibe für mich.
Vielleicht entscheide ich morgen, ob ich weitermache. Vielleicht lasse ich das Karma entscheiden. Vielleicht speichere ich die Gedanken auch einfach für mich im Oberstübchen ab. Alles in allem zählt nur eins: das Schreiben selbst, die Freude daran, den Kopf auszuschütteln, den Alltag in kleine Geschichten zu verwandeln und gelegentlich einen kurzen Moment weiterzugeben.
Und ich sag, wie’s ist:
Schreiben macht mir Freude, Instagram ist nur ein kleiner Spiegel – die Freude bleibt trotzdem, egal, ob Likes da sind oder nicht.



Hallo! Ich bin über Instagram zufällig auf diesem Blog gestoßen… du schreibst schon eine Menge Blödsinn! Hast du nichts besseres zu tun?
Ich finde die Texte toll meine Frau hat mich drauf gebracht… Du erlebst echt viel…und du schreibst recht blumig… weiter so
Machst Du nie😂
Ich hoffe das ist nur ein Spaß. Bei dir weiß man nie. Aber du schreibst nicht nur für dich!