top of page

Ich habe einen Freund -Linus van Pelt

Aktualisiert: 9. Juni 2025

(Nicht, dass ich noch nachdenklich werde...auf meine Tage!)


einige meiner Tücher

Freunde, Freunde, Freunde...


Heute ist Sonntag.

Kein Marketing-Wahnsinn, keine Präsentation, kein Meeting. Stattdessen denke ich an Linus. Einen alten Bekannten aus den Peanuts. Meinen Bruder im Geiste.

Textil. Emotional. Und komplett unterschätzt.


Linus van Pelt, der vielleicht tiefgründigste aller Peanuts. Immer mit seiner blauen Schmusedecke unterwegs, meist am Daumen nuckelnd, aber gleichzeitig so philosophisch, dass man dachte:


Der ist fünf, aber innerlich Professor. Sein voller Name: Linus Maurer van Pelt. Er tauchte das erste Mal 1952 auf. Also über 70 Jahre her. Der ist quasi Vintage. So wie manche meiner Stecktücher.


Er ist der kleine Bruder von Lucy. Was das heißt?

Er war chronisch unterschätzt. So wie viele Leute im Marketing, wenn sie wieder erklären müssen, dass ein „gutes Design“ nicht einfach bedeutet: „Mach’s größer und bunter.“


Linus war leise.

Aber er hatte Haltung.

Werte.

Zweifel auch – aber nie an seiner Decke. Und genau da treffen wir uns.


Ich nuckle nicht. Aber ich trage Einstecktücher. Am Handgelenk. Ausschließlich.

Wenn ich’s in der Früh vergesse? Dreh ich um.

Wie andere ohne Kaffee nicht können – ich ohne mein Tuch. Ich brauch beides. Sonst werd ich fahrig. In Meetings. In Präsentationen. Beim Gedanken an Menschen, die sagen: „Kann man nicht einfach ChatGPT drüberjagen?“


Linus hatte seine Decke, ich hab meine Tücher, andere haben MacBook, iPhone und iPad (hab ich eigentlich auch 😉) – aber nur meine Tücher sagen mir morgens, wer ich wirklich bin.

Nein. Weil Marketing ist Haltung. So wie Linus’ Decke Haltung war. Für ihn. Für uns. Für alle, die irgendwo ihre kleine Sicherheit in einer großen Welt suchen.


Und dann war da noch der Große Kürbis.


Linus glaubte daran.

Jedes Jahr zu Halloween saß er draußen und wartete.

Der Große Kürbis sollte kommen.

So wie der Weihnachtsmann. Nur eben… für ihn allein. Niemand sonst glaubte daran.

Alle lachten. Charlie Brown schüttelte den Kopf. Sogar Sally, in die Linus verliebt war, hielt ihn für gaga.


Und er? Blieb sitzen.

Mit seiner Decke. Mit seinem Glauben.


Das ist Marketing.

Nicht immer das, was ankommt, ist das, was zählt. Aber wenn du eine Idee hast, an die du glaubst, dann bleib sitzen. Mit Stil. Mit Werten. Und vielleicht mit einem bunt gemusterten Stecktuch am Handgelenk.


Und ja – es gab sogar eine Linus Weihnachtskugel. Ehrlich. Wo die ist?

Vermutlich in irgendeiner Schublade – direkt neben einem nie abgeschlossenen Strategiepapier aus 2017, einem Einstecktuch mit Paisley-Muster und einem Kaugummi,

der nach „Idee“ schmeckt, oder sonst wo.


Ich sag wie’s ist: Ich bin nicht Linus. Aber ich hab verstanden, warum der Große Kürbis vielleicht doch mal kommt.


 
 
 

1 Kommentar

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
ZipZog
09. Juni 2025
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

😃

Gefällt mir
bottom of page