Irgendwie mein Park
- Christoph

- 24. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Es gibt da diesen Park, nicht unweit von dort, wo ich fast regelmäßig aufstehe. Auf seine Art hab ich ihn lieb gewonnen. Wenn’s zeitlich passt und ich nicht den Mut habe, meinen Lieblingswald zu besuchen, dann bin ich dort. Egal. Jedenfalls ist der – wie vermutlich jeder Park – seine eigene Welt.
Es ist irgendwie ein Ort, der zum Staunen bringt, Mut gibt, Ideen bringt, Weinen zulässt, Lachen feiert, blöde Gedanken verzeiht, manche Dinge verstehen lässt, verzeihen lässt und vieles mehr...
Und er hat auch so seine Bewohner, die man kennenlernt oder einfach nur als Routine wahrnimmt, die beruhigt.
Es gibt die vielen Tiere, die Sträucher, die unglaubliche Blumenvielfalt (danke den „Wiener Gärten“, die machen über die Jahreszeiten einen unglaublichen Job).
Es gibt die vielen Sonnenauf- und Untergänge.
Es gibt die Touristen, die immer wiederkehrenden aus vielen Kulturen.
Es gibt die Menschen, die mit ihren Hunden spazieren gehen.
Es gibt die Hunde, die mit ihren Menschen spazieren gehen.
Es gibt den Mann, so um die 70, der immer nur in Badehose und Sportschuhen seine Runden dreht.
Es gibt diese kleine vierköpfige Familie, die mich schon mal zum Picknick eingeladen hat, weil wir mal ins Gespräch gekommen sind (eigene Geschichte).
Es gibt den Mann von der Magistratsabteilung 48, der mit seinem mobilen Mistwagerl jeden Tag den Park ein wenig schöner macht, mich immer freundlich grüßt und so viele Überstunden macht, wie es geht, damit seine Tochter im Ausland studieren kann.
Und es gibt auch die, die dich immer um eine Zigarette ansprechen.
Und ja, das muss auch gesagt sein: Es gibt auch die, die dort schlafen. Jeden Tag. Einmal auf der Wiese, einmal bei einem Busch – je nach Wetterlage. Es sind die, die man nur morgens und spät abends sieht.
Und es gibt mich.
Den, der manchmal einfach nur durchgeht, manchmal bewusst jede Blume anschaut, manchmal nur eine Bank sucht, um kurz durchzuatmen.
Den, der sich freut, wenn ein Hund fröhlich vorbeispringt.
Den, der dort manchmal „Meeting im Park“ macht, um Dinge zu besprechen, zu erarbeiten und schwierigen Themen gute Vibes zu geben.
Den, der hier Blogtexte schreibt – wie diesen.
Der, der denkt, er kennt hier jede Ecke und trotzdem immer wieder überrascht wird.
Der, der seine Gedanken sortiert, Ideen sammelt, manchmal einen inneren Knoten löst und manchmal einfach nur nichts denkt.
Ich sag’s, wie’s ist:
Dieser Park ist nicht perfekt. Aber er tut mir gut. Und manchmal reicht genau das.



Den Park müsste ich kennen, weil den Mann in der Badehose kenne ich. Entweder Handy in der Hand oder Plastiksackerl, richtig? Dann kennst Du auch sicher diesen Typen der immer mit seinem Einrad fährt..LG