Ab heute hat das Karma einen Namen
- Christoph

- 8. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Es gibt Tage, da schreibt man etwas, lässt es ins digitale Nirwana hinausfliegen – und denkt sich: So, Karma, jetzt bist du dran.
Gestern war so ein Tag. Ich hatte beschlossen, das Schicksal entscheiden zu lassen, ob ich nach 125 Tagen täglichem Schreiben weitermache oder nicht.
Und – Tusch, Trommelwirbel – das Karma hat geantwortet.
Mit Vor- und Nachnamen.
Na gut, zumindest mit einem Vornamen: Sarah.
Sarah hat mir nämlich auf meinen gestrigen Blogeintrag kommentiert:
„Hallo! Ich bin über Instagram zufällig auf diesem Blog gestoßen… du schreibst schon eine Menge Blödsinn! Hast du nichts Besseres zu tun?“
Ich gebe zu – da musste ich kurz lachen. Nicht laut, aber innerlich.
Weil ich mir dachte: Na schau, Karma, du hast Humor. Und einen Account auf Instagram.
Natürlich konnte ich das nicht unkommentiert lassen.
Also hab ich geantwortet:
„Liebe Sarah! Es freut mich sehr, dass du deine Rolle im Leben gefunden hast. Der eine schreibt Blödsinn, und die andere kommentiert ihn. 😉 Hab einen schönen Tag!“
Und in diesem Moment war mir klar:
Ich mache momentan weiter.
Weil – ganz ehrlich – wenn mein sogenannter „Blödsinn“ schon genug Aufmerksamkeit bekommt, dass jemand seine Zeit opfert, um mir das mitzuteilen, dann muss ja irgendwas dran sein.
Vielleicht hat sie’s gar nicht böse gemeint. Vielleicht war es sogar eine moderne Form von Zuneigung. So wie ein negativer Kommentar im Netz, der eigentlich nur die emotionale Conversionrate steigert.
Oder wie im Marketing: Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit – egal, ob sie in Jubel oder in leichtem Kopfschütteln endet. Hauptsache, jemand klickt.
Sarah war also, ohne es zu wissen, mein Algorithmus in Menschengestalt.
Sie hat geliefert, was man in der Fachsprache „Engagement“ nennt – und das kostenlos!
Manche Unternehmen zahlen ein Vermögen dafür, dass überhaupt jemand reagiert. Ich bekomme’s gratis.
Vielleicht ist das Ganze sogar ein bisschen wie Branding:
Wenn dich jemand „Blödsinn“ nennt, hast du offenbar genug Wiedererkennungswert, um aufzufallen.
Und mal ehrlich – lieber „Marke Blödsinn“ als gesichtsloses Scrollmaterial zwischen Smoothie-Rezepten und Sonnenuntergängen mit Filter Mallorca.
Aber zurück zum Wesentlichen:
Sarah hat mir, ohne es zu wissen, die Entscheidung abgenommen.
Ich schreibe vorerst mal weiter. Für mich. Für euch. Und vielleicht ein kleines bisschen auch für Sarah – mein ganz persönliches Karma mit WLAN-Verbindung.
Ich sag, wie’s ist:
Reichweite ist vergänglich. Blödsinn bleibt. 😉



Menschen gibt´s!
Gut das du dich von solchen Kommentaren nicht triggern lässt. Ich finde das toll. Manchmal was zum Nachdenken und oft was zum Schmunzeln! Liebe Grüße Herbert
Ich hab das gelesen also den Kommentar. Was hat denn die bitte für ein Problem????