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Montag halt - dann eben so

(Oder: Wenn Technik versagt, der Verkehr dich hasst – und du plötzlich auf einem Pokerevent landest)

Freunde, Freunde, Freunde.

Heute war wieder einer dieser Montage, an denen man schon beim Aufwachen merkt:

Das Universum hat heute andere Pläne.


Schlecht geschlafen, leicht verkühlt, keine Milch für den Kaffee (weil natürlich vergessen einzukaufen), und das Einzige, was heute früh zählte:

Kameras checken. Objektive checken. Ready sein. Beruflich. Man kennt das.


Aber natürlich...Zwei Objektive – defekt. Kamerabody? Totalausfall. Also Reparaturwerkstatt suchen – gefunden – hingefahren – Morgenverkehr, Level: Bossfight.


Dann der Fachmann:„Müssen wir einschicken, Kostenvoranschlag... kommt dann in einer Woche.“Ach so? Super. Danke für nichts.


Ich also wieder raus, ein bisschen genervt, aber ok.Ich fahr los – und dann macht das Auto plötzlich Geräusche, die klingen, als würde es gleich in eine andere Dimension hüpfen. Kurz darauf: Stillstand. Pannendienst angerufen. Warten. Nachdenken. Warten.


Dann kommt der Typ, macht zwei Griffe, das Auto läuft wieder. Was war’s? Keine Ahnung. Er grinst nur: „Jetzt geht's wieder.“ Technisch nennt man das wohl magisches Zurücksetzen durch Anwesenheit eines Profis.

Ich beschließe: Freinehmen. Einfach: Raus hier.

Ziel: Freunde treffen. Navigation? Läuft. Dachte ich. Ich höre brav aufs Navi, bis ich irgendwo auf einem Schotterweg lande, neben einem Betonwerk, mit GPS-Signal wie aus dem Jahr 2003. Nach 20 Minuten im Kreis: Erkenntnis – ich bin völlig falsch, aber zumindest hab ich jetzt eine Ahnung, wo die slowakische Zementindustrie ihren Sitz hat.


Endlich angekommen. Bratislava. Schön. Freundlich. Und? Wo lande ich? Bei "Lex Live" – einem Poker-Event von Lex Veldhuis. Keine Kamera dabei – aber hey: iPhone am Start. Wird schon gehen. Content is King – auch wenn er mit 12 Prozent Akku gegen die Zeit arbeitet.

Sitze da. Lächelnd. Halb Profi, halb Tourist, ganz Chaos. Draußen 30 Grad. Innen alles klimatisiert auf eSport-Wettkampfbedingungen. Ich bestelle einen Eiskaffee. (Hab ich noch nie😀) Bekomme einen warmen Cappuccino. Lächle trotzdem.


Ein Spieler fragt: „Was machst du beruflich?“Ich sage: „Heute? Ich bin einfach nur da.“

Er nickt. „Reicht manchmal.“

Ich finde: Recht hat er.


Nach der Session wollten wir dann noch was essen gehen, irgendwo draußen, Gastgarten, Sonne – ihr kennt das Konzept. Tja. Hat exakt drei Minuten funktioniert. Dann kam Regen. Viel Regen. So richtig Filmkulissenregen. Also: rein, Bar. Ein Cocktail geht immer. Oder zwei. Immerhin – das war der Moment, in dem wir beschlossen haben: Ein bisschen Chaos darf sein, Hauptsache man hat Leute um sich, mit denen man drüber lachen kann. Und ein Dach.


Ich sag, wie’s ist:

Also doch zurück nach Wien, wenn ich das gepostet habe und der upload auf der Webseite durch ist. (wenn😂) Mit dem iPhone voller halber Videos, dem Kopf voller Improvisation und der Überzeugung:Es ist Montag. Aber der kann mich mal.

 
 
 

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