top of page

Ein bisschen müde darf man sein


Es gibt Tage, da bin ich einfach müde.

Nicht müde im dramatischen Sinn –

sondern auf diese leise, allumfassende Art.

So eine Müdigkeit, die sich nicht entscheidet,

ob sie aus den Beinen, den Gedanken oder aus dem Herzen kommt.

Sie ist einfach da – wie ein freundlicher Hinweis des Lebens:

„Mach mal kurz Pause, du Übermotivierter.“

Ich bin müde vom Gestern, also nicht nur von gestern...

ein kleines bisschen von heute

und vielleicht auch schon in sanfter Vorahnung auf morgen.

So wie man manchmal schon vor dem Aufstehen

ein Nickerchen gebrauchen könnte.


Und ja – es gibt sie, diese Tage,

an denen selbst die To-do-Liste erschöpft aussieht.

Das Gehirn schaltet von „Multitasking“ auf „Einatmen-Ausatmen“

und jede Bewegung fühlt sich an wie eine gute Tat.

Nicht schlimm. Nur… eben müde.


Vielleicht liegt’s am Wetter,

am wenig Schlaf,

oder an diesem gedanklichen Dauerlauf,

den man manchmal unbewusst trainiert –

Tag für Tag, ohne Medaille,

nur mit einem leicht überhitzten Kopf.


Aber ganz ehrlich –

vielleicht ist es gar kein Zeichen von Schwäche.

Vielleicht ist es nur das Signal:

Du darfst jetzt mal nichts leisten.

Du darfst einfach sitzen,

dich anlehnen,

aus dem Fenster schauen

und kurz vergessen, was du alles vergessen wolltest.


Ein Tag, an dem man nicht glänzt,

kann trotzdem leuchten –

einfach, weil man da ist.


Man darf auch mal müde sein.

So richtig. Von allem ein bisschen.

Und das ist völlig in Ordnung.


Ich sag, wie’s ist:

Ich wünsch euch dann eine gute Nacht, ihr Menschen. 🌙

Schlaft euch wach fürs Leben.

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page