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Nett im positiven Sinn!


Heute will ich nicht über Termine, Arbeit, Verpflichtungen, merkwürdige Nachmittagslektüre oder meine Rolle als Mister Colorful😀 und all die Dinge schreiben, die sonst ihren festen Platz in einem Tag finden.

Aber irgendwie passte das nicht.

Vielleicht, weil der Tag selbst entspannt war,

dass er sich gegen jede Form von Geschäftigkeit gewehrt hat.

Also lass ich all das heute draußen –

und schreibe nur über etwas ganz Einfaches:

wie es ist, wenn ein Tag wirklich nett zu einem ist.


Manchmal überrascht mich das Leben mit Tagen,

die so freundlich sind, als hätten sie sich vorher abgesprochen:

„Heute sind wir nett zu ihm. Ganz nett.“

Und wenn ich nett sage, dann meine ich nicht dieses

„Ja eh nett“ – das Wort, das wir benutzen,

wenn wir etwas nicht verletzen aber auch nicht loben wollen.

Dieses „nett“, das oft irgendwo zwischen

Lauwarm und Schulterzucken herumhängt.


Nein.

Heute war ein anderer Grad von nett.

Ein wirklich nett.

So nett, dass ich zwischendurch fast nachgesehen hätte,

ob irgendwo ein Kamera-Team steht,

das mich überraschen will.


Das war das Nett, das man im Leben zu selten bekommt.

Nicht das Nett vom Frisör,

der einem nach der missglückten Maschinennummer

auf halbe Glatze zuflüstert:

„Steht Ihnen gut, wirklich!“

Nicht dieses Pflichtnett,

das manchmal schon von der Haarspitze schreit,

dass es geflunkert ist.


Sondern das echte Nett.

Das, das ohne Absicht kommt.

Das, das sich wie ein kleiner Sonnenstrahl anfühlt,

der durchs Fenster fällt, obwohl es draußen grau ist.

Das Nett, das dem Tag plötzlich einen anderen Geschmack gibt,

so als wäre die Luft wärmer,

obwohl das Thermometer stur auf demselben Wert bleibt.


Und genau dieses Nett hat mich heute begleitet.

Nicht laut, nicht aufdringlich,

eher wie jemand, der neben dir hergeht

und dich ab und zu leicht anstupst

– einfach damit du merkst, dass du nicht allein bist.


Ich habe oft das Gefühl gehabt:

„Heute lacht das Leben zuerst – und ich lache zurück.“

Ein stiller Dialog, ganz ohne Worte.

So, als würden wir beide ein bisschen miteinander flirten.

Das Leben und ich.


Es gab keine großen Momente.

Nichts Weltbewegendes.

Eher viele kleine, die gemeinsam

eine ungewöhnliche Leichtigkeit gebaut haben.

Momente, die so unaufgeregt waren,

dass man sie fast übersehen könnte.

Aber wenn man hinschaut,

merkt man:

Sie wärmen.

Sie tun gut.

Sie tragen.


Vielleicht waren es ein paar Sätze,

die ich heute gehört habe.

Vielleicht ein Blick.

Vielleicht nur ein Gefühl.

Vielleicht ein Gedanke an jemanden

And vielleicht war es einfach ich,

der heute in der richtigen Stimmung war,

um all das wahrzunehmen.


Aber egal, was es war –

es hat gereicht.

Es hat mir gereicht.

Ich war heute sehr gern mit mir selbst unterwegs.

Und ich mag das, wenn das passiert.

Wenn man abends die Schuhe abstellt,

durchatmet

und sich denkt:

„Ja. Heute war gut. Ehrlich gut.“


Nicht perfekt –

wer braucht schon perfekte Tage?

Die sind in Wahrheit ohnehin anstrengend.

Aber gut genug,

dass man mit einem kleinen Lächeln

seinen Abend beginnt.


Ich sag, wie’s ist:

Wenn jeder Tag nur halb so nett wäre wie heute,

hätte das Leben einen ziemlich charmanten Dauergrinser.

 
 
 

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