Nichts. Aber auch sowas von nichts.
- Christoph

- 28. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit
(Wenn nichts los ist – dann ist manchmal genau das los.)

Scheißtag.
Keine Ahnung, warum.
Es ist nichts passiert. Aber auch sowas von nichts.
Nicht mal die Kleinigkeiten, die einem was bedeuten –
diese winzigen Dinge, die jemand tut, ohne drüber nachzudenken –
und ohne zu wissen, wie wichtig sie sind:
Nicht mal die sind heute passiert.
So als hätte der Tag einfach alles abbestellt.
Gefühle. Stimmung. Meetings.
Ich hab heute nichts zu erzählen.
Also wirklich nichts.
Nicht mal ein Mini-Plot wie „Bin beim Zähneputzen mit dem Fuß in den Wäschekorb gestiegen.“
Gar nichts.
Ein richtig leerer Tag.
So leer wie eine Sockenlade nach dem Waschtag.
So leer wie mein Kopf, wenn ich versuche, Passwortfragen zu beantworten, die ich mir selbst ausgedacht habe.
Und trotzdem war’s...
ein Scheißtag.
Warum?
Ich wünschte, ich wüsste es.
Ich war weder produktiv noch besonders unproduktiv.
Ich war nicht schlecht drauf, aber auch nicht gut.
Ich war halt... da.
Wie ein Stecker in der Steckdose, der nichts lädt, aber trotzdem warm wird.
Freundlich war ich auch.
Verdächtig freundlich.
So ein Grundsympathie-Level wie Radiomoderatoren am Samstagmorgen.
Man lächelt sogar Leuten zu, die man sonst ignoriert – und das gibt´s einige.
Vielleicht ist das das neue Erwachsensein.
Nicht immer laut. Nicht immer aufregend.
Manchmal einfach ein Softmodus mit leeren Akkus.
Ich hab heute sogar jemanden beim Bäcker vorgelassen –
und das nicht, weil ich noch überlegte, ob ich lieber ein Cheesecake-Schnecke oder den Lebenssinn will –
sondern einfach, weil... keine Ahnung.
Weil’s halt wurscht war.
Und dann diese Erkenntnis, irgendwo zwischen Autoradio und zu viel Freundlichkeit:
Ich hab keinen Grund, grantig zu sein.
Aber auch keinen, richtig fröhlich zu sein.
Ich bin irgendwo zwischen „Geht scho“ und „Wird schon“.
Vielleicht ist das eben das neue Normal.
Ein bisschen wie ein Film, den man schon gesehen hat, aber nochmal schaut, weil man zu müde ist, um was Neues zu starten.
Ich hab heute nichts zu erzählen.
Aber wenn du mich fragst, wie’s war –
sag ich wahrscheinlich:
„Eh okay.“
Weil das einfacher ist, als zu sagen:
„Sogar das Nichts hat sich heute falsch angefühlt.“
Ich sag, wie’s ist:
Manchmal ist ein Tag mit absolut nichts –
aber auch wirklich gar nichts –
genau der, der einem den Tagesausklang zu diesem Text macht.
Und trotzdem geht’s weiter.
Vielleicht mit einer neuen Panini-Kreation von mir.. Vielleicht mit einem besseren Song.
Oder einfach mit weniger Erwartungen an den Dienstag.



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