top of page

Heute war alles ein bisschen zu viel.



Einer dieser Tage


Ich habe heute gemerkt, dass ich kurz davor war, den Himmel anzuschreien.

Nicht aus einem großen Grund.

Sondern wegen Wind.

Zu viel.


So ein Wind, den ich maximal beim Segeln brauche… aber nicht einfach so, mitten im Alltag.


Ich gehe weiter und merke, wie ich im Kopf schon ein „Nein“ vorbereite.

Noch bevor überhaupt jemand etwas gesagt hat.


Einfach, weil mir jemand entgegenkommt, bei dem ich mir ziemlich sicher bin, dass gleich irgendetwas kommt. Ein Euro vielleicht.

Oder zumindest der Versuch.


Und während ich dieses „Nein“ innerlich schon zurechtlege, merke ich, wie schnell ich dabei bin, mir eine Geschichte dazu zu bauen.


Dass das sowieso organisiert ist.

Dass das eh alles weitergegeben wird.

Dass ich das durchschaut habe.

Was ich natürlich nicht habe.


Aber es fühlt sich in dem Moment erstaunlich schlüssig an.


Ich gehe weiter und merke, wie mich Kleinigkeiten aus dem Konzept bringen.

Verhalten von anderen, für das ich keine Erklärung finde.

Und das mich mehr beschäftigt, als es eigentlich sollte.


Weil —

wenn ich ehrlich bin —

ist es mir ja egal.


Also… sollte es zumindest.


Und irgendwo zwischen Wind, Gedanken und diesen kleinen inneren Reaktionen

kommt ein Satz hoch, den ich heute öfter gedacht habe:


Die Welt wird immer verrückter.

Nicht laut.

Nicht dramatisch.

Eher so nebenbei.


Wie eine Feststellung, die sich selbst ein bisschen glaubt.

Und dann passiert etwas.

Ganz leise.

Dieses „Merken“ kippt.

Nicht abrupt.


Eher wie ein Gedanke, der sich selbst einholt.

Und plötzlich ist da etwas anderes.

Kein neues Gefühl.

Mehr so… ein anderes Verständnis.

Dass nicht die Welt verrückter geworden ist.


Sondern ich heute einfach empfänglicher dafür war.


Dass alles ein bisschen näher kommt.

Ein bisschen schneller stört.

Ein bisschen weniger gefiltert ist.


Und dass das nichts bedeutet.

Außer: Es ist einer dieser Tage.


Ich sag, wie’s ist:

Manchmal wirkt alles ein bisschen zu viel.

Und dann stellt sich raus — es war nicht die Welt.

Nur der Tag.

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page